| Bedeutende Teutonen - Prof. Dr. Julius Kratter |
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Prof. Dr. med. Julius Kratter (1848 - 1926)
Das Gymnasium besuchte Kratter in Marburg und Graz. Sein medizinisches Studium in Graz beendete er mit der Promotion im Jahre 1874. Zunächst war er für ein Jahr als Assistent am pathologischen Institut, danach am Institut für Staatsarzneikunde von Prof. Schauenstein tätig. 1880 habilitierte er in Graz für öffentliche Gesundheitspflege. 1887 übernahm er in Innsbruck die Lehrkanzlei für Staatsarzeneikunde von Prof. Hoffmann. Er behielt sie bis 1892. In Innsbruck gründete er das gerichtsmedizinische Institut. 1892 kehrte er an die Universität nach Graz zur Übernahme des damals noch kleinen und unbedeutenden gerichtsmedizinischen Instituts zurück. Den Mangel an ausreichenden Leichen zur Demonstration und Obduktion konnte er dadurch beheben, dass seinem Institut alle Selbstmörder in Graz und Umgebung zugewiesen wurden. Nachdem die Räumlichkeiten des Instituts im Stöcklegebäude zu klein wurden, erreichte er 1895 eine Erweiterung und 1899 den Umzug in die modernen, neuen Universitätsgebäude. 1904 war er Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. Von 1909 bis 1910 wurde er zum Rektor der Grazer Universität ernannt. |
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