| WKR-Ball 2010 |
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| Montag, den 15. Februar 2010 um 17:29 Uhr |
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Interview mit AH Udo Guggenbichler (Albia Wien, Arminia Graz), Mitglied im Organisationskomitee des 57. Wiener Korporationsballs, am 29. Januar 2010 in den Burschenschaftlichen Blättern.
Guggenbichler: Nunmehr schon seit 1998. Damals war von Seiten des Ballausschusses, vor allem von Helmut Hornberg und Karl Anton Bartl, der Wunsch nach jungen Mitarbeitern vorhanden. Die Wahl fiel damals auf mich. Damals wie heute betrachte ich es als Ehre, bei einem Korporationsball in der Hofburg mitzuarbeiten. Außerdem macht diese Arbeit viel Freude. BBl: Welche Schwierigkeiten treten im Vorfeld häufig auf? Konnten Sie auch bezüglich des Balles eine Verschärfung des Klimas beobachten? Guggenbichler: Jeder neue Ball stellt uns vor neue spannende Herausforderungen. Doch sind wir eine gut eingespielte Mannschaft, die sich aufgrund langjähriger freundschaftlicher Zusammenarbeit blind versteht und viele Unwegsamkeiten professionell löst. Weiters haben wir mit der Hofburg, mit dem Catering vom Hotel Interkontinental, den Fotografen, den Musikanten, der Tanzschule Elmayer, wie auch allen anderen Vertragspartnern langjährige Erfahrung und in ihnen auch gute und verlässliche Partner, was wir sehr zu schätzen wissen. BBl: Wie beurteilen Sie persönlich die gesellschaftliche Relevanz des WKR-Balls?Wie wichtig ist den Wiener Korporationen dieser Ball noch? Guggenbichler: Der WKR-Ball ist die größte Gesellschaftsveranstaltung der schlagenden Korporationen im deutschsprachigem Raum. Es ist dem WKR-Ball gelungen, verbände- übergreifend Gäste aus Österreich wie auch aus der Bundesrepublik Deutschland auf der stilvollsten Veranstaltung des Jahres in der Wiener Hofburg begrüßen zu dürfen. Als Veranstalter eines Gesellschaftsereignisses, wie es der WKR-Ball ist, ist es wichtig über den Horizont der eigenen Korporation wie auch des eigenen Dachverbandes hinauszusehen und das einende zwischen den schlagenden Verbänden hervorzuheben. BBl: Haben Sie in diesem Jahr besondere Schwerpunkte am Ball! Guggenbichler: Wir haben es geschafft, in den vergangenen Jahren unsere Gäste mit Innovationen zu begeistern, auch heuer wird es kleine Überraschungen geben. Wir überlegen, den WKR-Ball unter das Motto einer Studentenstadt zu stellen und somit unseren Gästen auch die studentische Tradition außerhalb Wiens nahe zu bringen! Wir arbeiten seit Jahren daran, mehr junge Gäste für unsere Veranstaltung zu begeistern! In diesem Jahr haben wir versucht, einen Anreiz für Studenten zu schaffen, indem wir die Studentenkarten mit vergünstigten Getränkegutscheinen ausgestattet haben. Dies soll die Brieftasche unserer jungen Besucher etwas entlasten. Unsere Ballgäste werden sich auch in diesem Jahr über ein verändertes Musikprogramm freuen können. Neben den traditionellen Orchestern ist in diesem Jahr im Eingangsbereich auch ein Damenstreichorchester vorgesehen. BBl: Was macht den besonderen Reiz des WKR-Balls aus? Verträgt Österreich in Zeiten sinkender Aktivenzahlen zwei, drei Bälle? Guggenbichler: Den besonderen Reiz des WKR-Balles macht meiner Meinung nach die Lokalität der Wiener Hofburg, eine konsequentes Beibehalten von Wiener Balltraditionen inklusive der Kleiderordnung, wie auch natürlich die ausgeglichene Mischung unserer jungen und junggebliebenen Gäste aus Österreich wie auch aus der Bundesrepublik Deutschland aus. BBl: Besuchen Sie auch „privat“ Bälle? Guggenbichler: Ich besuche alljährlich mehrere Bälle. Einerseits besuche ich die Korporationsbälle und andererseits ist es auch in Wien im Rahmen des Wiener Nobelballkommites, dem der WKR-Ball angehört, üblich, sich gegenseitig zu besuchen, um auch die eine oder andere Anregung für seine eigene Veranstaltung mitzunehmen. Kontakt zu anderen Ballveranstaltern zu halten, ergibt auch insofern Sinn, um klarzustellen, daß wir keine Konkurrenten, sondern Partner sind. Gerade die Abstimmung der Termine finde ich sehr wichtig. Besonders mit den Veranstaltern des GKR-Balls ist die Zusammenarbeit sehr konstruktiv und angenehm. BBl: Wie ist das Verhältnis des WKR-Balls zur Universität Wien? Guggenbichler: Das ist so eine eigene Geschichte. Leider ist der derzeitige Rektor der Uni Wien nicht bereit, uns den Ehrenschutz zu gewähren, wie es seine Vorgänger getan haben. Es ist für uns unverständlich, da unsere Korporationen der Universität stets ihre Unterstützung gezeigt haben, daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern. Ein Blick in unser Ballprogramm zeigt jedoch unsere starke Verbundenheit mit dem akademischen Lehrkörper. Obwohl wir zugeben müssen, daß sich hier der politische Druck in den letzten Jahren verstärkt hat. Wichtig ist, daß wir im Jahr 2010 viele Korporierte in Wien begrüßen dürfen, dann kann uns der Druck nichts anhaben. Alle Korporierten sind mit Ihren Damen herzlich eingeladen, eine Ballnacht in Wien zu verbringen. Ich freue mich schon darauf! Vielen Dank für das Interview! |
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